Andacht
Lachen ist gesund!
Liebe Leserinnen und Leser unseres Kirchenblattes!
Ist unsere Kirche eine humorfreie Zone? Ich denke nicht. Haben Sie schon einmal etwas vom Brauchtum des Osterlachens gehört? Vom späten Mittelalter bis hinein in das 19. Jahrhundert war das Osterlachen in vielen Regionen des heutigen Deutschlands ein fester Bestandteil des Osterbrauchtums. In der Verkündigung sollten die Christen zum Lachen gebracht werden, damit die Osterfreude mehr Raum gewinnen kann. Wer mich kennt, weiß, dass ich diesen Brauch sehr gut finde. Vor einigen Jahren saß ich einmal in einem sogenannten „Lachgottesdienst“ und hörte folgenden Witz: „Zwei Männer haben wieder einmal einen über den Durst getrunken, ein Bier nach dem anderen. Am Ende verließen sie hackedicht und müde ihre Kneipe. Müde wie sie waren, beschlossen sie, den Weg abzukürzen. Sie kletterten über das verschlossene Torgitter des Friedhofs und suchten ihren Weg schnurgerade über den Gottesacker. Doch wie das Schicksal es will, auf ihrem Weg übersehen sie ein frisch ausgehobenes Grab für die Beerdigung am folgenden Tag und fallen hinein. Nach kurzen Versuchen herauszuklettern, geben sie auf und fallen in einen tiefen Schlaf. Am nächsten Morgen wird der eine wach, schaut nach rechts: Alles Erde! Er schaut nach links: Alles Erde! Dann richtet er sich auf, schaut aus dem Grab und sieht die ganzen Grabkreuze des Friedhofs. Er traut seinen Augen nicht und rüttelt seinen Trinkgefährten. – Mensch, werde munter, steh bloß schnell auf! Heute ist Auferstehung und wir beiden sind die Ersten!“ Nachdem dieser Witz in diesem österlichen Gottesdienst erzählt war, brach ein befreiendes Lachen in der Kirche aus. Die Osterfreude hatte alle ergriffen. Seit dieser Erfahrung erzähle ich noch lieber neue Witze. Denn die beste Osterbotschaft ist doch das Lachen, ist doch die Freude, ja die Lebenslust. Doch leider fehlt uns Christen bisweilen diese große Freude. Nehmen wir uns oder nimmt sich unsere Kirche zu ernst? Vergeht uns so das Lachen? Ich wünsche uns, Erfahrungen mit dieser Oster- und Lebensfreude zu machen. Und das nicht nur am Ostersonntag, sondern an allen Tagen im Jahr!
Ich grüße alle, auch im Namen der Kirchvorsteher, Mitarbeiter und Pfarrer,
Ihr/Euer Michael Kreskowsky
Folgende Merkwürdigkeiten fand ich auch noch:
● „Ist ein Cowboy, der sein Pferd verloren hat, ein Sattelschlepper?“
● „Wie nennt eine Katze eine Maus mit Rollschuhen? – Essen auf Rädern.“
● „Hessen sprechen hessisch, Sachsen sprechen sächsisch und Engel englisch?“
● „Sind Menschen, die in Sekten sind, Insekten?“
● „Woran starb das Tote Meer?“
● „Ein Bergmann hat sich jetzt bekehrt; er arbeitet jetzt im Christ-Stollen.“
● „Wie nennt man einen Menschen aus Lüneburg, der aus der Kirche ausgetreten ist? – Lüneburger Heide!“
● „Treffen sich zwei Kerzen. Sagt die eine: Was machst du heute Abend? Darauf die andere: Ich gehe aus.“
● „Kann man sich mehr als zwei Mal halbtot lachen?“
● „Was sind die letzten Worte einer Giftschlange? – Mist, jetzt hab ich mir auf die Zunge gebissen.“

